Kinderbetreuung mit Herz und Verstand

Die Ampelmännchen sind 1997 durch eine private Elterninitiative gegründet worden, damals wurden 12 Kinder durch 2 Pädagoginnen betreut. Wenngleich sich seitdem sehr viel verändert hat, so ist doch das Motto immer geblieben: Ampelmännchen, d. h. Kinderbetreuung mit Herz und Verstand. Als Zwischenstation zwischen Schule und Elternhaus soll Ihr Kind sich bei uns wohl fühlen und wird durch unser pädagogisches Personal ein Stück auf dem Weg durch die Grundschule täglich unterstützt und gefördert.

Um dies etwas zu veranschaulichen, begleiten wir doch nun einmal ein Ampelmännchenkind auf seinen Stationen Schule-Gruppe-Essen-Hausaufgaben-Spiel:

Nach Schulschluss (1. und 2. Klasse – 12.15 Uhr) geht Paul Ampelmännchen (nach ein paar Tagen Training, in denen er in seiner Klasse abgeholt wird) zunächst einmal in seine Gruppe. Mittlerweile bestehen wir aus 220 Kindern (Stand 09/2017), aufgeteilt in die Gruppen: lila, helllila, blau, hellblau, grün, hellgrün, gelb, hellgelb, orange, rot und hellrot, die sich rund um den Innenhof des Schulgeländes befinden.
Da wir die Gruppenzugehörigkeit vorwiegend an dem Klassenverband orientieren, ist bei den Kindern schon eine Vertrautheit untereinander durch das Schulsystem gegeben, die wir in der Gruppe noch weiter unterstützen und fördern.

Im Gruppenraum meldet sich unser Paul zunächst einmal bei unserer Bezugsperson, einer Erzieherin oder Lehrerin, an und hat nun die Möglichkeit, in einem kurzen Gespräch erstmal „Dampf abzulassen“ – ganz so, wie er zuhause auch erst einmal über zu viel Hausaufgaben oder sonstige „Gemeinheiten“ berichten würde.

Paul geht dann von hier aus zum Essen im Vorraum der Schulküche.
Auch beim Mittagessen ist es uns wichtig, dass die Kinder lernen, Verantwortung für sich zu übernehmen – Paul darf sich aussuchen, was er von dem angebotenen Essen zu sich nimmt und wie viel (Probieren allerdings ist Pflicht). Ein weiterer Schwerpunkt beim Mittagessen ist gleichermaßen das Einüben von Grundregeln der Tischmanieren, Anerkennung der Bedürfnisse anderer sowie die Wertschätzung von Lebensmitteln.

Nach dem Essen geht Paul dann Richtung Hausaufgaben-Raum, z. Z. werden die „Hausis“ in gesonderten Räumen erledigt (z. Z. 4 Räume) unter Aufsicht von mindestens jeweils einer Mitarbeiterin, die für die nötige Ruhe sorgt und ggf. Hilfestellung leistet. Aber auch die Kinder werden dazu angehalten, sich gegenseitig Hilfestellung zu geben und einen freundlich kooperativen Umgang miteinander einzuüben.
Wir bemühen uns, bei allen Kindern um Vollständigkeit und Überprüfung der Hausaufgaben – allerdings können wir dies nur bei den Spätdienst-Kindern gewährleisten, die längere Zeit bei uns verbringen und auch regelmäßig „Kunde“ im Hausaufgaben-Raum sind. In jedem Fall ist es ratsam, wenn auch die Eltern einen Blick auf die geleistete Arbeit ihrer Kinder machen, zum einen um sich selbst einen Einblick zu verschaffen über den Stand ihres Kindes, aber auch zum anderen um die Arbeit ihres Schulkindes anzuerkennen und zu würdigen.

So, wo nun alle „Pflichten“ erledigt sind, hat Paul Zeit zum Spielen. Entweder geht er wieder zurück in seine Insel der Geborgenheit, also in seinen Gruppenraum oder er hat auch die Möglichkeit, nach Absprache, Freunde in einer anderen Gruppe zu besuchen und dort an angebotenen Aktivitäten teilzunehmen, da unter uns ein partnerschaftliches Gruppenklima herrscht.

Seine wachsende Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit übt Paul dadurch, dass er sich aussuchen kann, was er spielen möchte und mit wem und wo. Dabei achten wir sehr darauf, dass Konflikte gewaltfrei ausgetragen werden und die soziale Kompetenz im täglichen Miteinander stetig ausgebaut werden kann. Die Verantwortung für sich selbst und der Respekt vor den anderen bestimmen so die Spielregeln. Das vorwiegend auf Freispiel basierende Konzept gibt den Kindern so die Möglichkeit, angeleitet Bastel-,Spiel- oder Maltätigkeiten auszuüben oder die Spielgelegenheiten zu erkunden, die der schön angelegte Schulhof bietet. Unser Ziel ist hier, wie sonst auch, die Stärken der Kinder zu fördern und Hilfestellung zu geben bei Dingen, die ihnen schwer fallen. Ein Kind, das eigene Stärken kennen gelernt hat, kann auch eigene Schwächen und die der anderen besser akzeptieren.

Im gemeinsamen Miteinander spielen somit auch Ehrlichkeit und Vertrauensbildung eine entscheidende Rolle sowie auch das Erlernen eines klärenden Streitverhaltens. So bietet sich Paul bei der Freizeitgestaltung ein großes Feld von Betätigungen in verschiedensten Räumen, mit unterschiedlichen Partnern drinnen sowie draußen.

Dank der Verzahnung von Schule und Betreuung durch die von uns abgedeckte Ergänzungszeit ist uns ein ständiger Austausch mit den Lehrkräften über pädagogische Konzepte sowie über den Lern / Leistungsstand von z. B. Paul möglich, was natürlich bei der Überwindung eventueller Schwierigkeiten von Paul hilfreich sein kann.

Unsere Devise, mit Herz und Verstand, kann aber auch nur funktionieren, wenn wir mit den Eltern in gutem Kontakt sind. Dies geschieht nicht nur bei den berühmten, aber auch wichtigen Tür- und Angelgesprächen, sondern die Betreuer sind gern bereit, in Ruhe mit den Eltern Probleme zu erörtern und gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln – nach Absprache auch außerhalb der Betreuungszeit.

Uns ist es sehr wichtig, mit – ein – ander zu arbeiten, denn nur so können wir das Beste für Ihr Kind leisten.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern, auf Ihr Kind und darauf, das zu zeigen, was wir wollen, nämlich Kinderbetreuung mit Herz und Verstand, und wer uns kennt, weiß, wovon wir reden.

Hier finden sie bald mehr Infos über das Team...